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Gemeinsame Stellungnahme zur Aufsuchung von bergfreien Bodenschätzen zu gewerblichen Zwecken für das Erlaubnisfeld „Zehdenick Nord“

Gransee und Gemeinden, den 25.03.2019

Auf dem Stadtgebiet von Zehdenick und Templin wurden in den vergangenen Wochen Untersuchungen zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit des Abbaus von Erdgas durchgeführt. Ein Abbau wird auch auf dem Gebiet des Amtes Gransee und Gemeinden in Betracht gezogen. Die ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinden des Amtes Gransee und Gemeinden haben sich gemeinsam mit dem Amtsdirektor und der Amtsausschussvorsitzenden mit der Thematik beschäftigt und sich im Ergebnis klar positioniert. Hierzu wurde die nachfolgende gemeinsame Stellungnahme verfasst. Des Weiteren wird der Amtsdirektor mit den ehrenamtlichen Bürgermeistern in die Stadtverordnetenversammlung bzw. die Gemeindevertretungen entsprechende Beschlussvorlagen einbringen. Dadurch wird auch eine klare Positionierung der Gemeindevertretungen möglich. Die Inhalte sind mit den Städten Templin, Fürstenberg und Lychen abgestimmt. Eine Abstimmung mit der Stadt Zehdenick erfolgt noch.

Die Beschlussvorlage wird auch in den Amtsausschuss eingebracht.

 

 

Gemeinsame Stellungnahme zur Aufsuchung von bergfreien Bodenschätzen zu gewerblichen Zwecken für das Erlaubnisfeld „Zehdenick Nord“

 

Das Erdgasunternehmen Jasper Resources GmbH nimmt derzeit seismische Untersuchungen zur Erdgaserkundung im Untersuchungsfeld Zehdenick Nord vor. Jasper Resources untersucht daher in einer Tiefe von bis zu 4000 Metern genauere Aussagen zum Potenzial des Erdgasfeldes, das bereits in den 1970er entdeckt worden ist. Mit einer sogenannten Reflexionsseismik-Technologie soll ermittelt werden, ob eine Erschließung der Lagerstätten heute wirtschaftlich sinnvoll ist.

Das Amt Gransee und Gemeinden wurde bereits 2014, dann mit einer Überarbeitung der Unterlagen 2015, zu einer gemeindlichen Stellungnahme in einem Verfahren zur Erteilung einer Erlaubnis zur Aufsuchung von bergfreien Bodenschätzen zu gewerblichen Zwecken für das Erlaubnisfeld „Zehdenick-Nord“ durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe aufgefordert. Das sogenannte Erlaubnisfeld erstreckt sich im Wesentlichen über das Gemeindegebiet der Städte Templin und Zehdenick, verläuft aber auch über Teile der Stadt Gransee und der Gemeinden Schönermark, Großwoltersdorf und Sonnenberg. Die Amtsverwaltung hat sowohl 2014 als auch 2015 das Vorhaben abgelehnt. Begründet wurde dies mit den bisherigen Aktivitäten in den Bereichen wirtschaftsorientiertes Regionalmanagement, Standortmarketing und Tourismusförderung, denen ein Abbau der bergfreien Bodenschätzen aufgrund der damit einhergehenden Auswirkungen auf die Belange des Umweltschutzes und die entsprechenden Schutzgüter entgegensteht.

Der Amtsdirektor des Amtes Gransee und Gemeinden Frank Stege mit der Amtsausschussvorsitzenden Christin Zehmke, den ehrenamtlichen Bürgermeistern der Stadt Gransee Mario Gruschinske, der Gemeinde Großwoltersdorf Ingo Utesch, der Gemeinde Schönermark Kirsten Schulz, der Gemeinde Sonnenberg Ralf Wöller sowie der Gemeinde Stechlin Wolfgang Kielblock lehnen die geplanten Untersuchungen und den sich daraus ggf. resultierenden Abbau der bergfreien Bodenschätze ab. Die Beeinträchtigungen für beispielsweise das Grundwasser, die Geologie sowie den Artenschutz, Natur und Landschaft sind nicht hinreichend abschätzbar; es ist von einer Gefährdung der weitgehend intakten Kulturlandschaft, der zahlreichen nationalen und europäischen Naturschutzgebiete und der dort vorkommenden geschützten Arten und somit der Grundlage für Wachstum, zur Stabilisierung der Bevölkerung und der vorhandenen Infrastruktur sowie des Tourismus auszugehen.

 

 

 

Frank Stege                            Christin Zehmke

Amtsdirektor                            Vorsitzende des Amtsausschusses

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Gemeinsame Stellungnahme zur Aufsuchung von bergfreien Bodenschätzen zu gewerblichen Zwecken für das Erlaubnisfeld „Zehdenick Nord“