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Gransee hat jetzt eine eigene App

Gransee und Gemeinden, den 28.11.2018
Wissenschaftler, Unternehmer und Verwaltung haben gemeinsam eine neue App entwickelt. Mit der Technologie soll die Innenstadt belebt werden. In Schwung gekommen ist auf jeden Fall die Kommunikation.

 

Ein paar Sekunden Ladezeit und schon hat man auf seinem Smartphone alle wichtigen Informationen aus Gransee, den Ortsteilen und Gemeinden des Amtes parat. Die Gransee-App ist ab sofort kostenlos verfügbar. Wo ist Volleyballtraining, wann ist Weihnachtsmarkt, welches Café hat gerade geöffnet, wer bietet welchen Service, was sind die neuesten Nachrichten? Wer sucht, wird fündig. Die Inhalte werden ständig aktualisiert.

 

Die richtigen Fachleute gefunden

 

Von der ersten Idee bis heute liegt ein ganzes Stück Arbeit hinter den Akteuren. Die Möglichkeiten der digitalen Technik zu nutzen, um den Einzelhandel zu unterstützen und damit die viel beschworene Belebung der Innenstadt zu erreichen, war der ursprüngliche Gedanke dabei. Regio-Nord-Geschäftsführer Olaf Bechert fand dafür vor drei Jahren an der Technischen Hochschule Brandenburg Fachleute, die wissen, wie man das hinbekommt.

 
Mit Unterstützung des Unternehmervereins und des Amtes

 

Nun ist die App da, und sie bietet viel mehr als einen Einkaufsführer, der übrigens schon vor zwei Jahren für Gransee herausgegeben wurde. „Wir wollten eine nachhaltige Lösung, wo sich alle wiederfinden“, sagte Michaela Scheeg, Geschäftsführerin des Institutes für Innovations- und Informationsmanagement an der Technischen Hochschule Brandenburg. Die Gründung des Unternehmervereins und die Unterstützung des Amtes waren wichtige Voraussetzungen, um die App mit Inhalt zu füllen.

 

Manchmal auch heftig gestritten

 

„Wir haben das Projekt gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt und dabei auch heftig gestritten“, berichtete Michaela Scheeg. In den dazu veranstalteten Workshops wurden zunächst Bedürfnisse erfasst, um überhaupt erst ein klares Ziel zu formulieren. Dafür wurden wissenschaftliche Methoden angewandt, die man auch in Großkonzernen bei der Innovationsentwicklung verwendet.

 

Immer wieder getestet

 

Trotz vieler Beteiligter und entsprechend unterschiedlicher Erwartungen wurde bald klar: Hierbei geht es um Lebensqualität und Wachstum. „Es gab irrsinnig viele Ideen“, so Michaela Scheeg. „Immer wieder wurde getestet und abgestimmt, was verstanden und gebraucht wird.“ Sobald Bedürfnis und Lösung geklärt waren, folgte die technische Umsetzung durch einen Dienstleister sowie die Finanzierung. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur stellt Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. In der Verwaltung kümmern sich Mitarbeiter um die Inhalte. Einige Angebote der App führen direkt auf die Website des Amtes.

 

Je mehr mitmachen, umso besser

 

In der nun beginnenden App-Einführungsphase sollen die letzten technischen Fehler ausgemerzt werden. Die Basisdaten sind eingepflegt. Die beteiligten Granseer können sich einloggen und Veranstaltungen oder Angebote selbst einstellen. Je mehr mitmachen, umso besser – ob Unternehmer, Gastwirt oder Verein. Beim Unternehmerverein und im Amt gibt es dafür Ansprechpartner und eine E-Mail-Adresse: app@gransee.de. Die App-Entwickler sind daran interessiert, dass sich möglichst viele Akteure aus Gransee und den umliegenden Orten beteiligen. Nach der Einführungs- beginnt im Januar die Testphase, die voraussichtlich bis April dauern wird. Bis dahin bleiben die Wissenschaftler mit den Akteuren vor Ort im Gespräch, außerdem gibt es eine technische Begleitanalyse. „Wir hoffen, dass wir viel daraus lernen“, so Michaela Scheeg.

 
Amtsdirektor: Das ist ein super Ansatz

 

Für die Granseer hat sich das Projekt bereits gelohnt. „Uns ist dadurch bewusst geworden, was es schon alles gibt“, so die Vorsitzende des Unternehmervereins. „Wir hoffen, dass die Energie erhalten bleibt und uns weiterbringt.“ Frank Stege sieht den Weg als das Ziel und lobte die Partner von der Technischen Hochschule. „Das ist ein super Ansatz“, sagte der Direktor des Amtes Gransee und Gemeinden. „Eine solche Herangehensweise hatten wir noch nie.“

Damit das Ziel der Innenstadtbelebung auch äußerlich sichtbar wird, sollen Schaufenster in der Rudolf-Breitscheid-Straße gestaltet werden: Eine MAZ-Mediabox und ein von außen bedienbares interaktives Schaufenster sind bereits bestellt.

 

Quelle: Märkische Allgemeine, Martina Burghardt

 

Foto: Foto: Uwe Halling