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Zurück in alte Zeiten: Umzug eine Augenweide

Gransee und Gemeinden, den 06.06.2018
700 Jahre Sonnenberg: Anderthalb Kilometer langer Umzug begeistert die Besucher
Dannenwalde und Schulzendorf gewinnen den „Löschangriff nass“

 

Die Gäste haben die Sonnenberger beim Wort genommen. „Feiert mit uns!“, forderten die Einwohner die Besucher anlässlich des 700. Geburtstages des Dorfes auf. Die ließen sich am Sonnabend, dem Feiertag – nicht zweimal bitten. Von früh bis spät überboten sich die die Sonnenberger bei den Feierlichkeiten geradezu mit Highlights. Ob es der „Löschangriff nass“ für den Nachwuchs am Morgen war oder der Gottesdienst inklusive Auftritt des Landesposaunenchores und schließlich der atemberaubende Historische Umzug. „Ralfi, Mensch, wat ihr da uff die Beene jestellt habt, war wunderschön!“, sagte eine begeisterte Bärbel Drescher aus dem benachbarten Schönermark. Sie war ganz angetan von dem, was die Sonnenberger auf die Beine gestellt haben.

 

Die Sonnenberger gruben in den vergangenen Monaten tief in der eigenen Geschichte und präsentierten den hunderten Schaulustigen ein Bild, wie sich das Leben in den vergangenen Jahrhunderten abgespielt haben könnte. Da wurden wunderhübsche Kostüme aus den Schränken geholt, längst nicht mehr gebrauchte landwirtschaftliche Geräte und Maschinen aufgemotzt, Maschinen aus längst vergessenen Zeiten flottgemacht. Traktoren, Handwagen, Schubkarren, Pferdewagen oder ein Abbild der alten Schule – Sonnenberg hatte für ein paar Stunden den Charme anderer Jahrhunderte.

 

„Ich bin einfach nur sprachlos“, sagte der Sonnenberger Bürgermeister Ralf Wöller (CDU), bei dem die organisatorischen Fäden zusammen gelaufen. Mit Winfried Raeder und Rita Kattner vom Ortsbeirat bildete er den harten Kern des Festkomitees. „Aber wir hatten ganz, ganz viele fleißige Bienchen, ohne die die Feier nie so geworden wäre.“ Ralf Wöller war begeistert von der Kreativität der Menschen der Region, was sie sich alles einfallen ließen. Weil auch Einwohner aus den Nachbarorten kamen, wies der Umzug eine Länge von anderthalb Kilometern aus. Der Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann (Ich ziehe meinen Hut.) und Amtsdirektor Frank Stege („Ich bin überwältigt.“) stießen mit ihren Worten ins gleiche Horn.

 

Einen großen Applaus erhielten die Jugendfeuerwehren bei der Siegerehrung des Wettbewerbs „Löschangriff nass“, allen voran die Dannenwalder (bis 12 Jahre) und die Schulzendorfer (ab zwölf Jahre) Teams. Sie siegten. Lennox Zechlin von der Schulzendorfer Mannschaft begründete den Erfolg so: „Wir haben die Knoten gut herausbekommen, halfen uns gegenseitig beim Spritzen und am Verteiler klappte auch alles gut.“

 

Quelle:

Stefan Blumberg

Märkische Allgemeine

 

Foto: Foto: MAZ, Stefan Blumberg