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Ein Muss für die Granseer und alle anderen

Gransee und Gemeinden, den 09.05.2018
Eine Zeitreise in die Vergangenheit der Stadt verspricht der Besuch in der Rudolf-Breitscheid-Straße 44. Innerhalb der Gemäuer des ehemaligen Hospizes wird die Geschichte der Stadt lebendig.

 

Gransee ist ein geschichtsträchtiger Ort. Das Stadtrecht und die Zollfreiheit wurden 1262 verliehen, Gransee war/ist eine Grenzstadt zu Mecklenburg und zur Uckermark, ab 1330 wurde mit dem Bau einer Ringmauer sowie der Anlage von Wallgräben begonnen. Das Zehdenicker Tor, das Ruppiner Tor, Warttürme und Pulvertürme ergänzten das Bauwerk. 1316 fand die Schlacht bei Gransee statt, bei der sich Brandenburg sowie Dänemark und Mecklenburg um das Land Stargard stritten... Und es gibt ein Heimatmuseum, in dem Zeugnisse der Jahrhunderte zu finden sind. „Die Stadtgeschichte ist bei uns festgehalten“, findet Torsten Gaeth, Vorsitzender des Verschönerungsvereins, der das Heimatmuseum in der Rudolf-Breitscheid-Straße 44, in einem – wie sollte es anders sein – historischen Gebäude betreibt: dem früheren Hospiz. 1340 wurde es erstmals erwähnt, bis 1990 wurde es als Altenheim und die Hospitalkapelle als Museum genutzt. Und heute ist das Gebäude Anlaufstelle für die Geschichtsinteressierten.

 

Ein Highlight: das Luise-Zimmer

 

Das Stadtmodell aus den 30er-Jahren befindet sich dort, nach der Wende in mühevoller Arbeit von ABM-Kräften gefertigt; ein Luisezimmer kann besichtigt werden, eingerichtet wurde es als Ehrerbietung an Königin Luise; das Obstanbaugebiet Gransee findet seine Berücksichtigung, es war eines der größten in der ehemaligen DDR; auf dem Boden befinden sich geschichtliche Devotionalien, ein Großteil davon aus DDR-Zeiten; im vergangenen Jahr wurde die Hospitalkapelle zu einem Trauraum umgerüstet, somit kann in einem würdigen Ambiente geheiratet werden.

 

Torsten Gaeth betrachtet die Kommentare im Gästebuch als den höchsten Lohn, den man bekommen kann. Besucher aus Australien, Israel oder den Vereinigten Staaten findet er in dem Buch. „Ich glaube, dass hingegen viele Granseer noch nie hier waren.“

 

Wer noch nie im Heimatmuseum war: Der Besuch lohnt sich. Offen hat das Haus Dienstag bis Freitag (10 bis 16 Uhr), Sonnabend und Sonntag (12 bis 16 Uhr).

 

Von Stefan Blumberg

Märkische Allgemeine

 

Foto: Foto: Karl Busch