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Der See ist das Ziel

Gransee und Gemeinden, den 19.04.2017

Neuer Abschnitt des Stechlinsee-Radwegs wird eröffnet/Jetzt Radtour von Gransee bis zum Stechlinsee möglich Ausflügler erreichten den Stechlinsee früher unter Volldampf. Vom Bahnhof Gransee ging es mit der Stechlinseebahn auf der 26 Kilometer langen Strecke nach Neuglobsow. Am 8. August 1930 verließ der erste Zug die Station ...

 

Auf diesem alten Bahndamm führt seit 2017 der Stechlinsee-Radweg direkt an Norddeutschlands klarsten See. Am 29. April, zur landesweiten Aktion „Brandenburg radelt an“, wird im Ruppiner Seenland die Erweiterung des Stechlinsee-Radwegs eröffnet. Ab sofort ist es nun möglich, von Gransee aus, quer durch den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, bis zum sagenumwobenen Stechlinsee zu radeln.

 

Die Tour beginnt am Bahnhof Gransee, führt am Schinkelplatz und dem ehemaligen Franziskaner-Kloster vorbei. Der neue sechs Kilometer lange Streckenabschnitt, der nun für die Anbindung an Gransee sorgt, verläuft auf der Trasse der ehemaligen Stechlinseebahn, die von 1930 bis 1969 zwischen Gransee und Neuglobsow verkehrte. An die Geschichte des Weges erinnern alte Kilometersteine und Bahnschwellen am Wegesrand sowie Infotafeln, die an den ehemaligen kleinen Bahnhofsgebäuden zu finden sind.

 

Kurz vor Schulzendorf ist ein Rastplatz, der gleichzeitig der Gedenkort für die 1316 stattgefundene „Schlacht bei Gransee“ ist, die als die größte Schlacht des Mittelalters zwischen Mecklenburg und Brandenburg gilt. Von hier geht es weiter nach Wolfsruh. Die nächste Station auf der Tour ist Menz. Im NaturParkHaus erleben Sie eine fantastisch- sinnliche Reise durch Naturräume. Noch wenige Kilometer und Sie erreichen das einstige Ende der Bahnlinie in Neuglobsow.

 

Wie aus dem Nichts taucht er dann hinter dichten Buchenwäldern auf – der sagenhafte, glitzernde Stechlinsee. Der slawische Name „steklo“ bedeutet so viel wie glasklar und verweist auf die Wasserqualität und auf die einst am Stechlinsee angesiedelten Glashütten. An seiner tiefsten Stelle misst er eindrucksvolle 69,5 Meter. Im Durchschnitt kann man im Wasser des Sees bis zu zehn Meter weit sehen. Theodor Fontane hat ihm mit seinem Roman „Der Stechlin“ ein literarisches Denkmal gesetzt. Unheimlich geht es in der Sage vom Roten Hahn zu, der vom Grund des Sees herauf kommt, wenn ein Fischer an einer ihm nicht genehmen Stelle fischt. Vielleicht ist er Familie Böttcher von der Fischerei Stechlinsee schon begegnet? Drei Fischer-Generationen sind auf dem See unterwegs.

 

Die Tourist-Information finden Besucher seit diesem Jahr im Glasmacherhaus, das die Geschichte der Glasbläser lebendig werden lässt. Zurück nach Gransee geht es über dieselbe Strecke oder Sie fahren bis zur Wasserstadt Fürstenberg/Havel weiter und steigen dort in den RE 5 nach Berlin.

 

Auch nachts verliert der Ort nicht an Zauber. Nehmen Sie doch Platz unter dem prachtvollen Sternenhimmel. Der Stechlinsee liegt in einer der dunkelsten Regionen Deutschlands. Wer die Milchstraße mit den Augen abfahren oder dem kleinen Bär winken möchte, findet am Ufer des Stechlins seinen Logenplatz zum Träumen über das Weltall.

 

Wie auf Schienen

Unter Volldampf erreichten Ausflügler früher den Stechlinsee. Von Gransee ging es mit der Stechlinseebahn auf der 23 Kilometer langen Strecke nach Neuglobsow. Auf diesem alten Bahndamm, auf dem die Züge zuletzt 1969 fuhren, führt seit 2017 der Stechlinsee-Radweg direkt an Brandenburgs klarsten See. Die Tour beginnt am Granseer Bahnhof. Sie fahren entlang des ehemaligen Franziskaner-Klosters, einst eines der bedeutendsten dieses Ordens in Brandenburg. Nun geht es über Schulzendorf, wo sich einst Mecklenburger und Brandenburger auf dem Schlachtfeld duellierten, nach Wolfsruh und Großwoltersdorf. Die nächste Station auf der Tour ist Menz. Noch wenige Kilometer und Sie erreichen das einstige Ende der Bahnlinie - Neuglobsow mit dem sagenhaften Stechlinsee. Zurück zum Bahnhof gelangen Sie nahezu über dieselbe Strecke. In Wolfsruh fahren Sie jedoch nicht gerade aus, sondern biegen nach links Richtung Neulögow. Das Dorf wurde 1737 von böhmischen Landarbeitern besiedelt, 1747 folgten Kolonisten. Interessant ist die Kirche des Ortes, die wegen der verschiedenen Konfessionen der Siedler als Simultankirche genutzt wurde. Folgen Sie dem ockerfarbenen Logo nach Rauschendorf mit seinem Gutshaus. Haben Sie Wendefeld passiert, biegen Sie nach rechts auf den Radweg, der an der Bundesstraße 96 entlang und am Geronsee vorbeiführt. Nach einer eindrucksvollen Tour erreichen Sie Ihren Ausgangspunkt, die Ackerbürgerstadt Gransee.

Seien Sie also dabei, wenn die Erweiterung des Stechlinsee-Radwegs am 29. April 2017 eröffnet wird!

11 Uhr – offizielle Eröffnung des Stechlinsee-Radweges am Kloster Gransee

Anschließend zwei geführte Radtouren ab Kloster Gransee:

Tour 1 (26 km): Gransee – Schulzendorf – Wolfsruh – Großwoltersdorf – Menz – Neuglobsow

 

Friedensfahrlegende Rolf Töpfer fährt die Stechlinsee-Tour, die auf der Trasse der ehemaligen Stechlinseebahn entlang führt, an. In Menz können die Teilnehmer rasten und das NaturParkHaus besuchen. Nach der Ankunft am Stechlinsee in Neuglobsow ist der offizielle Teil der Tour beendet.

 

Tour 2 (20 km): Gransee – Schulzendorf – Rönnebeck – Keller – Baumgarten – Meseberg – Gransee

 

Historiker Udo Tutsch berichtet auf dieser Strecke Interessantes über die Region und über das Gästehaus der Bundesregierung “Schloss Meseberg“. Im Dorfkrug Meseberg können die Radler kurz einkehren. Nach der Rückkehr der Radler nach Gransee gibt es im Klosterhof ein Radelfest mit zünftiger Brotzeit und Musik.

 

Weiterführende Fragen stellen Sie bitte an: Wolfgang Schwericke vom Amt Gransee und Gemeinden, Tel. 03306 / 751104